Mi, 25. August 2010

Was manchen Autoren neue Technologie ist

Geschrieben in Seltsames, Software um 11:21 Uhr von Jan

In einem Artikel auf Welt online vom 17. August 2010, also gerade einmal acht Tage her, fällt das Schlagwort Steganografie:

Offenbar profitieren mögliche Terroristen von dieser Sicherheit und schützen sich zusätzlich mit einer neuen, Steganografie genannten Technik, die verborgene Inhalte erst mit einer speziellen Decodierung sichtbar macht.

Soso, neu also. Das glaube ich nicht so ganz angesichts der jahrtausende alten steganografischen Tradition.

Gestern wurde auf netzpolitik.org ein Algorithmus beschrieben, der Steganografie konzeptionell beschreibt, aber das Wort “Steganografie” geflissentlich verschweigt. Was dann natürlich von den eifrigen Kommentatoren sofort korrigiert wird. Das ist hier aber nicht das Hauptproblem: Der beschriebene Algorithmus ist nicht innovativ oder neuartig, sondern beschreibt nur einen standardmäßigen Steganographieansatz verbunden mit Chaffing and Winnowing. Ich kann nicht nachvollziehen, warum der Artikel da geschrieben wurde. Einzig redaktionelle Werbung für das vorgestellte Produkt (heißt Collage) kommt mir in den Sinn. Aber bei netzpolitik.org?

Di, 8. September 2009

Vernetzt und rund

Geschrieben in Elektronische Geräte und ich, Seltsames um 17:28 Uhr von Jan

Es durchzuckte mich. Ja! Ja! Ja! Da lagen sie vor mir, in ihrer gelben Schönheit. Ich hatte lange schon nach ihnen Ausschau gehalten. Dieser Frust: Nirgends gab es sie. Niemand hatte sie – oder, wenn ich doch jemanden fand, der sie hatte, wollte dieser sie nicht rausrücken. Beim Betrachten löste sich der Frust der vergangenen Zeit, was ein jähes Glücksgefühl verursachte.

Im gleichen Moment schoss die Vernunft dazwischen und zerstörte die Illusion wie eine Nadel einen Luftballon. Puff. Vor mir, das waren echte. Was soll ich denn mit echten, seufzte ich innerlich, ich will digitale. Nur so komme ich voran und verbessere meine Rezepte, bis sie königlich sind.

Das Schlimme an der Angelegenheit ist, dass mir das vorher schon mal passiert war: Mit Eiern im Kaufland.

Mi, 5. August 2009

Beatboxing JC

Geschrieben in Musik, Seltsames um 0:28 Uhr von Jan

Jemand hat einen Beatbox-Versuch von Jeremy Clarkson (bekannt als Top-Gear-Moderator) in einen Song verwandelt. Samt Zitat :)

http://www.youtube.com/watch?v=RY9u0LxIWJk

Mi, 14. Januar 2009

IVAR

Geschrieben in Seltsames um 13:57 Uhr von Jan

Ich mag ja, wie in den c’t-Hallen der Hardware-Redaktion die Ikea-Ivar-Regale im Hintergrund rumstehen :grin:

Di, 30. Dezember 2008

Ein Jahr lang – 2 Kinokarten zum Preis von einer?

Geschrieben in Seltsames um 16:51 Uhr von Jan

In Verbund mit Axe-Deo und -Duschgel wird eine etwas dicke Filmrollendose angeboten, auf der groß “1 JAHR KINOSPASS” und “IMMER 2 KARTEN ZUM PREIS VON EINER!*” “SO OFT DU WILLST!” prangt.

Es handelt sich um Angebot von AXE und UCI Kinowelt, das bis Ende 2009 gilt. Hinter dem Stern verbergen sich die teilnehmenden Kinos, die mit klingenden Städtenamen wie  Magdeburg oder Hannover identifizieren; weitere Informationen fehlen.

Hat man die Dose dann geöffnet, findet man darin eine kreditkartenförmige Karte, die zur Teilnahme berechtigt. Geht man auf http://www.uci2for1kino.de/ und gibt die auf der Karte aufgedruckte Nummer ein, erfährt man die eigenlichen Kinos, die teilnehmen, und die Einschränkungen, die zwar kinospezifisch, aber – soweit ersichtlich – überall lautet: Erst ab der dritten Woche nach der Filmpremiere. Dazu gleich mehr.

Zunächst noch ein Wort zu den teilnehmenden Kinos. Verwundert stellt man fest, dass mit Magdeburg nicht etwa ein Kino in Magdeburg  gemeint ist, sondern eines im 56 Kilometer entfernt gelegenen Harzvorlandstädtchen Halberstadt. Sprich: Es wird erwartet, dass jemand aus der Magdeburger Gegend etwa 100  km fährt (hin und zurück), um ins Kino zu gehen.

Auch Hannover meint nicht Hannover, sondern ein Kino im nördlich gelegenen Langenhagen. Insgesamt kommt es so vor, dass nur Provinzkinos auf der Liste stehen.

Zusammen mit der Drei-Wochen-nach-Premiere-Beschränkung kann man sich leicht zusammenreimen, dass man die versprochene Ermäßigung von zwei Vollpreiskarten (!) zum Preis von einer da höchstens bei Mainstream-Filmen erhalten kann, da nur diese lang genug im Kino bleiben.

All das kann man erst erahnen, wenn man das Filmdosenangebot gekauft hat und endlich über das Internet abcheckt, was es damit überhaupt genau auf sich hat. Ohne die Kartennummer aus der Dose nützt einem die Internetadresse des Angebots leider nichts.

Nun das Sahnehäubchen: Hat man die Kartennummer noch nicht eingegeben, erhält man über den Link “Kinoadressen” auf benannter Internetseite eine Liste von Kinos, die zum Teil nicht zu den tatsächlich teilnehmenden Kinos gehören (wie ein Vergleich leicht zeigt).

Bei Ebay finden sich die Karten ohne Deo und Duschgel bereits bereit zum Ersteigern.