Sa, 9. August 2008

Vampire

Geschrieben in Elektronische Geräte und ich, Machdeborch um 9:57 Uhr von Jan

Da will man mal ausschlafen, und was passiert? Ein ungewünschtes klingeling riss mich vorhin aus dem Bett. Kann ja nur die Post sein. War sie auch. Ich konnte die werte Frau Postzustellerin gerade noch davon abhalten, den ganzen Weg ins erste Stockwerk zu gehen, wo sie meine Post einer Nachbarin andrehen wollte. Einen großen Umschlag gabs als Gegenleistung. Etwa 4cm dick. Oben links ein Stempel von der Uni, sah ich noch flüchtig.

Also Tür wieder zumachen und die Beute mal genauer inspizieren: Vom Uniklinikum kam die Sendung. Hm. Hatte ich mit denen in letzter Zeit zu tun? Bin doch dauerunkrank. Also ritzritz geöffnet und siehe da: Eine Schachtel war drin, so groß wie vier gestapelte CD-Hüllen (naja, etwas kleiner). Und ein Anschreiben von Herrn Eckert, das aber nur i.A. unterschrieben war. Das Schreiben kam eigentlich vom Förderverein für das Blutspendewesen in Magdeburg e.V. (ja, das ist der Name). Die veranstalten eine Gewinnspielaktion beim Blutspenden in der Uniklinik, wo man Sachen gewinnen kann, die mit Vampiren bedruckt sind.

Nachdem meine Freundin vor einigen Monaten Glück gehabt hatte und einen der blutsaugerischen 1-GB-USB-Sticks zu gewinnen, wofür sie sich beim Blutspenden beworben hatte, war ich nun dran (über diesen Zusammenhang weiß man vermutlich im Klinikum eher weniger). Mein 1-GB-USB-Stick kam sogar mit Batterie und Kopfhörern! Ja, ein MP3-Player. Mein erster, übrigens.

Wir waren nämlich Anfang August zum Aderlass angetreten, wo es unheimlich voll war. Und das trotz der übermäßigen Temperaturangaben, die man diversen Thermometern entnehmen konnte. Die Gewinnspielkarte hatte ich natürlich (wie auch meine beiden Mädels) brav ausgefüllt, wenngleich ich mit einer gewissen Gleichgültigkeit zur Sammelbox gegangen war, um die Karte einzuwerfen. Es war ja nicht meine erste Spende und gewonnen hatte ich nie etwas und außerdem war es überlaufen, was die Einzelchance drückt.

Und die Moral von der Geschicht? Vergiss die Statistik, ich hab gewonnen :) Danke, FfdBiM e.V.!

Sa, 19. Januar 2008

Magdeburger Zustände

Geschrieben in Machdeborch um 15:01 Uhr von Jan

Ein Hubschrauber kreist über der Innenstadt, am Bahnhof ist ob des Polizeiaufgebots kaum ein Durchkommen und sehr schwarz, aber nicht sehr fein gekleidete junge Menschen pilgern in Gruppen in Richtung City: Es ist mal wieder Demo in Magdeburg. Und zwar gleich vierfach: Zwei linke Gruppierungen, eine Rechte und das “Bündnis gegen Rechts” treten auf. Auch der Studentenrat der Universität hat zum Marschieren aufgerufen. Warum? Weil vor 63 Jahren Magdeburg das letzte Mal zerstört wurde. Darunter leidet die Stadt noch heute. Sowohl bausubstanzmäßig als auch sozial, wie man an den facettenreichen Demonstrationsaufrufen sehen kann.

P.S. Irgendwie lustig finde ich das “Diese Straßen sollte man meiden”-Bild in der Volksstimme.

Fr, 16. November 2007

Es schneit …

Geschrieben in Machdeborch um 10:03 Uhr von Jan

in Magdeburg :)

Mi, 19. September 2007

“Kann ich mal die Nummer seh’n?”

Geschrieben in Machdeborch um 21:57 Uhr von Jan

Ich habe mich beim Besuch einer der Kaufland-Filialen hier in Magdeburg schon häufiger gefragt, warum die KassiererInnen immer so erpicht darauf sind, die vierstellige Nummer zu sehen, die an der Seite direkt neben den Hinterrädern der Einkaufswagen angebracht sind. Bislang ging ich davon aus, es handele sich um eine Einkaufswagenumlaufkontrolle, also wie oft die jeweiligen Wagen so zum Einsatz kommen. Das war aber nur eine notdürftige Erklärung und natürlich war bei mir gleich die daraus resultierende Frage verbunden, warum die Nummer dann nicht höher angebracht ist.

Die Hypothese war Quatsch.

Durch einen Beitrag von Björn Harste (dem Shopblogger) wurde ich nun endlich aufgeklärt, warum und wieso. Vor allem hab ich erfahren, warum es überhaupt nicht hilfreich ist, der Dame oder dem Herrn an der Kasse die Nummer zu sagen. Nein, die mit dem durch direkten Sichtkontakt zu ermittelnde Nummer und die damit verbundene Leibesertüchtigung stellen letzten Endes sicher, dass alle Waren auf dem Laufband gelandet sind bzw. keine Wasserkiste o.ä. unberücksichtigt beim Kassieren bleibt. Die reinste Diebstahlvorbeugung also.

Würde die Ladenkette mehr darüber aufklären, wäre sogar jeder Nummernsager potentiell verdächtig, betrügen zu wollen.

Naja, beim nächsten Supermarktbesuch weiß ich bescheid. Mir tun Kassierer trotzdem ein bisschen leid, wenn die Kassengänge wieder so schmal sind, dass ein weites Beugen über das Laufband unabdingbar ist.

Sa, 4. August 2007

Blickpunkte

Geschrieben in Machdeborch um 0:35 Uhr von Jan

Um noch einmal auf den vorherigen Beitrag Bezug zu nehmen:

Tunnelblick

Auf dem Bild sieht man über dem Eingang des Tunnels, der unter dem Magdeburger Universitätsplatz durchführt, eine weiße Säule, auf der ein komisches Krickelkrackel vertikal zu sehen ist. Es handelt sich um das Austesten der Idee, ein modernes Kunstwerk auf dem Uni-Platz aufstellen zu wollen. Es heißt Points of View – Blickpunkte und besteht aus drei 12 Meter hohen Bronzesäulen. Die Säulen bestehen aus vielen 1 cm dicken Platten, die elliptisch und zueinander verschoben sind. Beim Umfahren der Säulen soll es möglich sein, menschliche Gesichter in den abstracken Formen zu entdecken. Vielleicht auch ganz andere Dinge – das liegt aber halt im Auge des Betrachters.

Eine unterstützenswerte Aktion, wie ich finde. Hoffentlich bekommen die Initiatoren genug Geld zusammen! Es fehlen 600.000 Euro.

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